Update update: Das ist passiert!

Da bin ich noch mal mit einer beruhigenden Information: Unsere Stablecoins sind nicht im Visier der US-Behörden!

Sowohl die Herausgeber des US-Dollar Coin, als auch des Paxos Dollar sind ordnungsgemäß registriert und lizensiert.

Die NYSDFS hat inzwischen eine Erklärung veröffentlicht, die allerdings kaum Details enthielt. Es wurde nur erklärt, dass sie ein Problem mit den von Binance auf der Binance-Chain ausgegebenen BUSD haben. (das hatte ich im vorigen Artikel bereits vermutet) Die Ethereum-basierte Version, die von Paxos ausgegeben wird, ist von der Behörde reguliert, die Kapitaldeckung sichergestellt. Bei der Version von Binance ist das jedoch nicht der Fall. Es gab Unregelmäßigkeiten. Die NYSDFS sieht dies als ein „ungelöstes Problem“ zwischen den beiden Emittenten an.

Die Aufsichtsbehörden haben daher beschlossen, Paxos aufzufordern, die Neuemissionen zu stoppen und die Beziehungen zu Binance zu beenden. Als Reaktion darauf hat Paxos angekündigt, seine Beziehung zu Binance ab heute offiziell zu beenden. Wow!

Der böse Chinese?

Binance CEO Chegpeng Zhao ist wohl definitiv „Persona non grata“ in den USA. Erst vor ein paar Tagen hatte sein US-Ableger Binance.us sämtliche Bankverbindungen verloren, so dass weder US-Dollar abgehoben, noch eingezahlt werden können. Jetzt verliert er die Partnerschaft mit Paxos und damit die Möglichkeit einen eigenen Stablecoin herauszugeben.

Er hat es sich selbst zuzuschreiben. Zuerst hatte er sich lange geweigert mit Regulierungsbehörden zusammenzuarbeiten. Geschweige denn auch mal nur einen Firmensitz zu benennen. Nach der erzwungenen Wende hat er dann den US-Dollar Coin USDC aus seiner Börse entfernt und bestehende Guthaben in den eigenen BUSD getauscht, ohne die Kunden zu fragen. Eine Schritt, den auch ich für völlig inakzeptabel gehalten habe. Ich habe daraufhin mein Investment in BNB zurückgezogen und dabei sogar einen leichten Verlust hingenommen.

Noch weniger amüsiert war man darüber wohl bei Circle in New York. Nun muss man wissen, dass Circle nicht nur die Partnerfirma des Binance Konkurrenten Coinbase ist, sondern auch ansonsten sehr gut vernetzt. Auf der WEF- Jahreskonferenz in Davos hatten sie schon das zweite Jahr in Folge eine Paneldiskussion – und sie lassen ihre Kapitalreserven von BlackRock verwalten. Der USDC ist zu einer de-facto digitalen Zentralbankwährung geworden. Ich zahle meine Stromrechnung in Mexico damit!

Zu guter Letzt darf man dann auch nicht vergessen, dass es Chenpeng Zhao war, der den Untergang von Sam Bankman Frieds Börse FTX eingeleitet hat. Dieser wiederum hatte jedoch reichlich Geld an Politiker aller Parteien in den USA verteilt.

Der Preis des Binance Coin ist heute gut gefallen. Für meine Begriffe jedoch noch zu wenig.

Update: 22. Januar 2023

Zu Beginn des Jahres erleben wir gerade eine sehr schöne kleine Rallye. Es ist sogar die erste anhaltende Erholung seit der FTX-Pleite.

Bei aller Begeisterung dürfen wir jedoch nicht vergessen, dass der Markt zyklisch ist und dass ein Rückfall oder eine Korrektur durchaus möglich ist.

Der Kryptomarkt bildet derzeit einen Bärenmarktboden aus, doch wäre es fatal, das bereits für den Beginn des nächsten Bullenmarktes zu halten.

Diese Phase mit ihrer exzessiven Hausse, den wilden Kursausschlägen und der explosiven Volatilität ist sehr wahrscheinlich noch Monate oder sogar ein Jahr entfernt.

Dieses Jahr wird uns einige Gelegenheiten für kurzfristige Gewinnmitnahmen bieten, doch sollte es hauptsächlich als Akkumulationsphase dienen.

Lasst euch nicht von der Angst leiten, in diesem Jahr etwas zu verpassen. Es wird noch viele Gelegenheiten geben, billige Kryptowährungen zu kaufen.

Auf alle Erholungen in der ersten Hälfte dieses Jahres werden wahrscheinlich Preiskorrekturen folgen. Denkt einen Schritt vorwärts und dann einen halben Schritt zurück.

Im Laufe der nächsten Monate wird der Kryptomarkt einen soliden Boden ausbilden und dann ein höheres Niveau erreichen, vom dem aus der nächste Bullenmarkt beginnen wird. Es könnte sogar eine explosive Rallye mit einem anschließenden Ausverkauf geben.

Das Wichtigste ist, ruhig zu bleiben, wenn der Markt wieder ein wenig von den aktuellen Niveaus zurückgeht. Es sollte uns nicht schmerzen, denn es ist eine Gelegenheit noch mal günstig einzukaufen.

Daher verschieße ich mein Pulver noch nicht und steige ganz vorsichtig mit kleinen Beträgen ein. Wer zu früh kauft, den bestraft das Leben.

Warnung: Der letzte Bärenmarkt 2017 – 2020

Hier noch einmal ein Blick zurück in die Vergangenheit. Nach dem Hoch bei knapp $19.000 vom Dezember 2017 hat es fast ein Jahr gedauert, bis das Tief nahe $3.000 erreicht war. Darauf erfolgte eine Erholung bis auf über $10.000, um dann im März 2020 nochmals bis auf $4.000 zu korrigieren. Das war der “Corona- Crash”, der sich nicht wiederholen sollte. Doch ein anderes Ereignis, wie etwa ein chinesischer Angriff auf Taiwan, oder eine Verschärfung im Ukraine Krieg könnten uns in auch diesem Jahr noch ähnliche Abstürze bescheren.

Das wäre dann der Moment, in dem ich All- In gehe, so wie ich es im Frühjahr 2020 getan habe. Warten wir es geduldig ab.