Update: Wer hat Lust zum Zocken?

Ich warne oft genug davor, Geld in irgendwas anderes, als in meine handverlesenen Coins zu stecken. Dennoch werde ich immer wieder gefragt, was ich von diesem oder jenen Projekt halte. Meine erste Anlaufstelle bei der Recherche ist dann immer Weiss-Ratings.

Weiss ist die einzige unabhängige Rating Agentur, die nur aus Mitgliedsbeiträgen finanziert wird. Moody, Standard & Poors und wie sie alle heißen, nehmen nämlich auch Gelder von Firmen an, die sie bewerten und sind daher als voreingenommen zu betrachten. Gelinde gesagt.

Außerdem sind Weiss die ersten, die es unternommen haben, Kryptowerte zu analysieren und zu bewerten. Ich nutze ihre Dienste seit 2018 und kann dazu nur sagen, dass sie für einen Großteil meiner Gewinne verantwortlich sind. Sie haben Cardano empfohlen – und tun das wieder. Ohne sie wäre ich nicht auf Thorchain gekommen, meinen #1 Performer dieses Jahres.

Im Titelbild zu diesem Beitrag findet ihr 19 Projekte mit sehr guter (A) und guter (B, B-) Bewertung. Um ein gewisses Maß an Adoption sicherzustellen, habe ich hier zusätzlich nach Marktkapitalisierung von mehr als 500 Millionen Dollar gefiltert.

Wer Lust hat, zu spekulieren, kann sich hier relativ gefahrlos austoben. Ich persönlich halte aus dieser Liste zusätzlich zu den empfohlenen Portfolio Coins auch noch:

  • Cronos
  • Polkadot (während ich schreibe auf C+ heruntergestuft)
  • Thorchain

Die Shitliste

Im Gegenzug hätte ich meine Verluste vermeiden können, wenn ich keine Coins gekauft hätte, die dort nicht gelistet sind. Weiss hat weder DeFi-Chain, noch Radix für würdig befunden, überhaupt analysiert zu werden. Sie finden hier nicht einmal Erwähnung. Hart, aber wahr!

Insgesamt 11.400 Projekte haben es wenigstens bis in die Shitliste geschafft. Sie haben entweder schlechte Ratings oder ein „Unrated“. In Unrated steckt Unrat und ich würde keinen dieser Coins auch nur noch mit der Kohlenzange anfassen. Mag er auch noch sehr gelobt und gehyped werden.

Warum? Meine Erfahrungen in dieser Kategorie haben mich viel Geld gekostet. Verluste, die ich euch ersparen möchte.

Fragen zu Weiss und Coinratings? Schreibt mir per WhatsApp und ich schaue für euch nach.

Update: Fidelity Report über Bitcoin

Es ist noch immer nicht viel los auf den Märkten, auch wenn sie sich von den jüngsten politischen Ereignissen eher unbeeindruckt gezeigt haben. Diese zunehmende Unabhängigkeit vom Weltgeschehen ist, nicht nur ein meinen Augen, einer der großen Vorteile von Krypto Investments und dabei in ganz besonderer Weise von Bitcoin. Bitcoin hat das Zeug dazu, sich zum sicheren Hafen für unser Vermögen zu entwicklen.

Das ist auch der Tenor eines 25 Seiten langen Berichts des Fondsgiganten “Fidelity Investments”. Diese Firma hat, neben BlackRock und anderen, ebenfalls die Zulassung eines Bitcoin-ETF bei der US-Börsenaufsicht beantragt und legt in diesem Papier die absolute Sonderstellung von Bitcoin dar.

Die Leitsätze des Papiers:

  • Wir sollten Bitcoin als Wirtschaftsgut (ählich wie Gold, Silber, oder Rohöl) verstehen. Eine der Hauptanwendungen für Bitcoin besteht darin, als Wertanlage in einer zunehmend digitalen Welt zu dienen.
  • Bitcoin unterscheidet sich grundsätzlich von allen anderen digitalen Assets. Wahrscheinlich wird kein anderer digitaler Vermögenswert die Rolle von Bitcoin als Wirtschaftsgut jemals übertreffen, weil Bitcoin (im Vergleich zu anderen digitalen Vermögenswerten) das sicherste, dezentralisierte und solide digitale Geld ist. Jede „Verbesserung“ muss zwangsläufig zu Kompromissen führen.
  • Der Erfolg des Bitcoin-Netzwerks und anderer digitaler Netzwerke muss sich gegenseitig nicht ausschließen. Vielmehr kann der Rest des Krypto Ökosystems andere Bedürfnisse erfüllen oder andere Probleme lösen, die Bitcoin nicht lösen kann.
  • Nicht-Bitcoin-Projekte müssen daher aus einer anderen Perspektive betrachtet werden.
  • Bitcoin ist der Einstiegspunkt für traditionelle Anleger, die eine Beteiligung an digitalen Vermögenswerten suchen.
  • Beim Investieren sollten wir Bitcoin und Altcoins unterschiedlich betrachten. Bitcoin als aufkommendes Wirtschaftsgut mit zunehmendem Wert bei abnehmender Volatilität. Altcoins wegen ihres höheren Wertsteigerungspotenzial. Investitionen in Letztere sollten wir allerdings als Risikokapital betrachten.

Bitcoin birgt das geringste Risiko

Wer sein Vermögen vermehren will, was meine erklärte Absicht für mich selbst und für Euch ist, sollte zu aller erst darauf achten, möglichst wenig zu verlieren 😁 So betrachtet, birgt Bitcoin, abgesehen von Immobilien, einigen Bluechip Aktienwerten und, in begrenztem Umfang, auch Gold, das geringste Verlustrisiko.

Ein dramatischer Wertverlust von Bitcoin könnte lediglich durch drei Entwicklungen ausgelöst werden:

Protokoll (Software) Fehler

Schwachstellen im Code sind eine immer gegenwärtige Bedrohung jedes digitalen Wertes. Dieses Problem kann durch einfache Softwaregestaltung und gründliche Überprüfung und Kontrolle des Codes gemindert werden. Im Fall von Bitcoin handelt es sich wohl das Protokoll, bei dem es am unwahrscheinlichsten ist auf einen schwerwiegenden Fehler zu stoßen. Bitcoin existiert bereits länger als jedes andere Projekt und läuft seit 14 weitgehend fehlerfrei und sein Code ist absichtlich sehr einfach.

Faktisch winkt jedem, der es schaffen würde, den Bitcoin Code zu knacken, eine Belohnung von 1 Billion US-Dollar. Bisher ist es niemandem gelungen und das wird sehr wahrscheinlich so bleiben.

Bitcoin Verbote

Das Möglichkeit, dass große Länder, das Wachstum digitaler Vermögenswerte bekämpfen könnten, stellt ein weiteres Risiko für den Erfolg von Bitcoin dar.

Die geopolitische Landschaft lässt jedoch bisher eine ordnungsgemäße Regulierung weitaus wahrscheinlicher erscheinen als das Verbot dieser Vermögenswerte. In jedem Fall ist Bitcoin am besten positioniert, sich gegen koordinierte Angriffe zu verteidigen, aufgrund seines hohen Grad an Dezentralisierung.

Verbote in China, Russland und Indien (alles keine kleinen Staaten) sind weitgehend wirkungslos geblieben und für die Bürger relativ leicht zu umgehen.

Bessere Lösungen

Wie bereits gesagt, löst Bitcoin die Aufgabe als Wertspeicher zu dienen optimal. Er ist dezentral, sein Code ist sicher und die seine Blockchain kann eine ausreichende Zahl von Transaktionen ausführen. Darin liegt die größte Schwachstelle, wenn wir Bitcoin als Zahlungsmittel betrachten würden: Es wäre viel zu langsame. Aufgrund des sogenannten „Blockchain Trilemmas“ führt jede Steigerung der Transaktionsgeschwindigkeit zu einem Verlust von entweder Dezentralisierung, oder Sicherheit. Jede andere Blockchain, die es „besser“ machen wollte, wurde von Hacks betroffen, Bitcoin noch nie.

Geht es rein um die Funktion als stabiler, digitaler Wert, und nur die betrachten wir hier, gibt es nichts Besseres als Bitcoin und es ist extrem unwahrscheinlich, dass das geben wird. Das Rad ist bereits erfunden!

Was machen wir daraus?

Wie ich im letzten Update geschrieben habe, wird Bitcoin im Verhältnis zu anderen Projekten keine derart fulminante Wertsteigerung erleben, wie in der Vergangenheit. Das ist der Preis für das inzwischen extrem geringe Risiko.

Alle anderen Projekte, die wir hier betrachten, haben ein höheres Wertsteigerungspotenzial. Keines davon hat jedoch bisher die Reife von Bitcoin erreicht und kann auf dessen Erfolgsgeschichte zurückblicken. Auch wenn ich Ethereum für ähnlich erfolgversprechend halte, ist es noch wesentlich weiter davon entfernt, das halten zu können, was es verspricht.

Wem also eine Wersteigerung um das drei bis fünffache des jetzigen Preises ausreichend erscheint, der sollte verstärkt auf Bitcoin setzen. Wer das Ganze spekulativer angehen möchte, kann entsprechend die Altcoins aus unserem Portfolio beimischen. Das tue ich selbst auch.

Fragt mich gerne!

Etwas Mathematik

Wieder einmal gibt es nicht viel zu berichten von den Märkten. Die positiven Signale summieren sich langsam, doch hat das bislang keine Auswirkung auf die Preise. Es wird auch noch eine Weile dauern, bis sich hier wirklich etwas bewegt. Dann jedoch wird sich wieder einmal ordentlich was tun und das ist fast mathematisch berechenbar.

Ein Bitcoin könnte $140.000 kosten

Es gibt keine Garantie, dass dies passieren wird, doch ist es sehr wahrscheinlich, dass BTC diesen Preis erreichen kann.
Tatsächlich kann jeder aufgrund der einzigartigen Eigenschaften von Bitcoin und den Fakten, die wir darüber wissen, diese Schätzung nachvollziehen.

Die begrenzte Menge

Mit den Worten des international renommierten Ökonomen Dr. Saifedean Ammous (Autor des Buches „Der Bitcoin Standard“) wurde mit Bitcoin die weltweit erste „wirtschaftliche Konstante“ geschaffen.
Bis es Bitcoin gab, gab es kein „Maß“ in der Wirtschaft. Es gab einfach keine festen Einheiten.
In der Technik rechnen wir in Metern und Kilogramm. Diese objektiven Maße ermöglichen präzise Berechnungen, um Dinge wie den Burj Khalifa in Dubai zu bauen.
Dieses Gebäude ist beeindruckende 828 Meter hoch und steht immer noch.
Tatsächlich ist dieses beeindruckende architektonische Kunstwerk nur möglich wegen festen Maßeinheiten, die sich über die Zeit nicht ändern. Das ermöglicht es tausenden verschiedenen Teileherstellern, die sich nicht kennen, Bauteile herzustellen, die zusammenpassen und funktionieren.
Bis Bitcoin kam, gab es in der Wirtschaft nichts Vergleichbares. In der traditionellen Finanzwelt ist alles relativ.
Dies gilt insbesondere, seit der US-Dollar 1971 den Goldstandard verlassen hat – ein Währungssystem, bei dem der Wert einer Währung durch Gold gedeckt ist.


Danach hatten unsere Währungen weder ein feste Geldmenge noch einen festen Wert. Der schwebt einfach frei im Verhältnis zu allen anderen Gütern und Dienstleistungen.
Mit seiner Limitierung, schuf Bitcoin die weltweit erste wirtschaftliche Konstante – 21 Millionen Bitcoin.

Schluss mit Rechenkunststücken

Wenn ich sage:

A x C = B

und euch dann frage, was B ist, könnt ihr diese Gleichung nicht lösen, da es keine bekannte Größe gibt. Tatsächlich gibt es nichts, womit wir arbeiten könnten, da keine Zahlen genannt wurden. Genaus das ist derzeit der Fall bei allen Zentralbankwährungen, da sie durch nichts gedeckt sind. Ausser durch Rechenkunststückchen.

Doch mit Bitcoins fester Menge von 21 Millionen haben wir jetzt eine solche feste Größe:

21 Millionen BTC x B = C.

In diesem Fall ist B der Preis von Bitcoin und C ist seine Marktkapitalisierung.

Wie der BTC Preis auf $70.000 steigen konnte

Im November 2021 erreichte Bitcoin dieses Allzeithoch.
Zu diesem Zeitpunkt betrug seine Marktkapitalisierung von BTC 1,309 Billionen Dollar. Das liegt daran, dass zu dieser Zeit 18,9 Millionen BTC zu einem Preis von $68.958 im Umlauf waren.
Wenn ich diese drei Zahlen in die oben erwähnte Formel einsetzte, A x B = C:
18,9 Millionen Coins x $68.958 = 1,3 Billionen Dollar.

Damals waren eben nur 18,9 Millionen Bitcoin im Umlauf.

Wenn also BTC einen Preis von $68.958 mit allen 21 Millionen im Umlauf befindlichen Münzen erreicht, würde er eine Marktkapitalisierung von 1,44 Billionen Dollar erreichen.
Dies wird als vollständige Marktkapitalisierung bezeichnet, d.h. die Marktkapitalisierung, wenn die gesamte Menge ausgegeben wurde.

Da Bitcoin bei einer Menge von 21 Millionen gedeckelt ist, können wir alle Berechnungen mit dieser Zahl durchführen und ignorieren, wie viele Münzen tatsächlich im Umlauf sind.
Das ist aus zwei Gründen besser:

  1. Wir verwenden immer die gleiche wirtschaftliche Konstante.
  2. Die Vorhersagen werden konservativer ausfallen als die Realität.
  3. Tatsächlich bedeutet die Verwendung der gleichen wirtschaftlichen Konstante von einer Berechnung zur nächsten, dass wir sinnvolle Vergleiche zwischen diesen anstellen können. Denn alle basieren auf der Konstanten von 21 Millionen Bitcoin.

Wie wir $140.000 pro Bitcoin erreichen

Jetzt können wir sinnvoll mit der Mathematik spielen, indem wir unsere wirtschaftliche Konstante und unseren Zielpreis einfügen, wobei die letzte Zahl die Marktkapitalisierung von Bitcoin ist:


21 Millionen x $140.000 = 2,94 Billionen Dollar.


Wenn BTC nur die doppelte Marktkapitalisierung vom Höchststand im Novemer 2021 erreicht, ergibt sich daraus logisch der Preis von beeindruckenden $140.000.
Und das ist, wie wir oben gesehen haben konservativ, denn zu diesem Zeitpunkt werden nicht alle 21 Millionen Coins im Umlauf sein.

Wie wahrscheinlich ist das?

Die einzige Frage ist, ob Bitcoin seine Marktkapitalisierung von 2021 verdoppeln kann,
Nun: Als BTC 2021 sein Allzeithoch erreichte, war seine Marktkapitalisierung 4,5-mal höher als beim vorherigen Höchststand von 2017.
Nun ist die Wahrscheinlichkeit, dass es 4,5-mal die Marktkapitalisierung von 2021 schafft, gering, denn je größer Bitcoin wird, desto mehr nimmt auch seine Volatilität ab.
Aber wenn wir es schaffen, nur halb so viel Wachstum zu erzielen (2,25-fache der vorherigen Marktkapitalisierung), dann haben wir eine gute Chance, einen Bitcoin-Preis von $140.000 zu erreichen – und vielleicht sogar zu übertreffen.

Schlussfolgerung

Mit diesem Framework könnt ihr nun eure eigenen hypothetischen Berechnungen durchführen.
Da wir mit 100%iger Sicherheit wissen, dass die maximale Bitcoin-Menge 21 Millionen beträgt, könnt ihr verschiedene Zahlen mit dieser Größe vergleichen und sehen, wie sie sich zueinander verhalten.

Viel Spass dabei!